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Sonstiges
03.04.08
Deutschland ist beliebtester Staat der Welt
Schlusslicht sind Iran und Israel
Berlin / London: Deutschland ist einer neuen Studie zufolge der beliebteste Staat auf der Welt: Im Durchschnitt haben 56 Prozent der Befragten aus 34 Ländern ein positives Bild von der Bundesrepublik. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage der britischen Rundfunkanstalt BBC unter mehr als 17.000 Menschen hervor. Nur 18 Prozent sehen Deutschland eher negativ. Auf den weiteren Plätzen folgen Japan, die Europäische Union, Frankreich und Großbritannien. Das Schlusslicht bilden wie in den Vorjahren Iran und Israel. Auch Pakistan schnitt bei der Bewertung schlecht ab.

Die USA konnten erstmals seit Jahren ihren Ruf wieder verbessern. Vor allem in Europa hat Deutschland ein gutes Image: In Italien halten 82 Prozent der Befragten Deutschlands Einfluss für positiv. Es folgen die Spanier, Portugiesen und Franzosen. Auch 62 Prozent der Briten und 61 Prozent der Russen haben ein gutes Deutschlandbild. Dagegen hat mit 47 Prozent die Mehrheit in der Türkei ein negatives Bild von Deutschland. Auch in Ägypten wird Deutschland hauptsächlich negativ gesehen. Punkten kann die Bundesrepublik dagegen in Australien (71 Prozent haben gutes Bild), Kenia (73 Prozent) und China (58 Prozent).

Die USA schnitten in der seit 2005 durchgeführten Studie erstmals wieder besser ab: Jetzt meinen 35 Prozent der Befragten, dass die Vereinigten Staaten einen positiven Einfluss haben - das ist eine Verbesserung von vier Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt bewerteten jedoch immer noch 47 Prozent den US-Einfluss als negativ. Dabei genießen die US-Amerikaner vor allem in Lateinamerika ein hohes Ansehen, in Deutschland haben jedoch 72 Prozent ein schlechtes US-Bild.
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Gesellschaft
31.03.08
Asiatische Tigermücke bedroht Deutschland
Sie kann gefährliche Krankheiten übertragen
Berlin: Am Rhein hat der alljährliche Kampf gegen die Schnaken wieder begonnen - die Experten haben es dieses Mal aber auch mit einem neuen Gegner zu tun. Die Asiatische Tigermücke, die gefährliche Krankheiten übertragen kann, hat es über die Alpen nach Deutschland geschafft. Vor einigen Monaten wurde sie im badischen Rastatt erstmals nachgewiesen. "Wie groß die Bestände sind, wird sich in den nächsten Wochen zeigen", sagte der Direktor der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage, Norbert Becker. Die Tigermücke ist aggressiv, sie attackiert besonders gerne Menschen, und ihre Stiche sind besonders schmerzhaft. Wo sie auftaucht, kann sie sich in wenigen Jahre zur Plage entwickeln. In ihrer Heimat, den Tropen, verbreiten die Blutsauger gefährliche Krankheiten wie das Dengue-Fieber oder Chikungunya, eine sehr schmerzhafte Virus-Erkrankung. Vereinzelt wurden auch Todesfälle gemeldet. Die ursprünglich in den Tropen beheimatete Tigermücke hat sich auf ihrem Zug um die Welt an das Klima in gemäßigten Breiten angepasst. Inzwischen nehmen die Zoologen an, dass das Insekt auch in Gegenden überwintern kann, in denen die Durchschnittstemperatur im Januar über dem Gefrierpunkt bleibt. In Deutschland ist das zum Beispiel am Rhein und den angrenzenden Flusstälern regelmäßig der Fall.
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Politik
19.02.08
Erbprinz Alois rüffelt die deutschen Behörden
Deutschland hat das schlechteste Steuersystem der Welt
Vaduz / Berlin: Das Staatsoberhaupt von Liechtenstein, Erbprinz Alois (Foto), hat die deutschen Behörden in der "Steueraffäre" einen "überrissenen Angriff" auf sein Land und "Hehlerei im großen Stil" vorgeworfen. Der Erbprinz: "Offensichtlich hat die deutsche Regierung immer noch nicht verstanden, wie man mit Staaten umgeht, die eine direkte Demokratie kennen." Zur chaotischen und undurchsichtigen deutschen Steuerpolitik erklärte er süffisant: "Deutschen Medien habe ich entnommen, dass eine internationale Studie das deutsche Steuersystem als das schlechteste weltweit einstuft - noch nach Haiti."
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Politik
18.01.08
Kanada sieht USA und Israel als Folterstaaten
Kanadisches Lehrgangsdokument mit entsprechenden Hinweisen
Ottawa: Kanada hat seine engen Verbündeten USA und Israel auf eine Liste von Staaten gesetzt, in denen Gefangenen Folter droht. Wie der kanadische Fernsehsender CTV berichtete, existiert ein Lehrgangs-Dokument mit entsprechenden Hinweisen im Außenministerium in Ottawa.

Die USA und Israel werden demnach neben ihren Erzfeinden Syrien und Iran als Staaten erwähnt, in denen ein großes Risiko besteht, im Gefängnis gefoltert zu werden. Auch China und Afghanistan werden in dem Dokument als Folter-Staaten aufgelistet. Ein Sprecher des kanadischen Außenministeriums, Neil Hrab, erklärte, das Lehrgangsmaterial sei "kein politisches Dokument".
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Wirtschaft
16.01.08
Höchste Inflation seit 13 Jahren
2007: Preissteigerungen um 2,2 Prozent
Berlin: Die Verbraucher in Deutschland zahlten 2007 im Schnitt 2,2 Prozent mehr für ihre Einkäufe und Dienstleistungen, wie das Statistische Bundesamt in Berlin mitteilte. Es bestätigte damit die vorläufigen Zahlen zur Teuerung von Ende Dezember. 2006 hatte die Jahresteuerung noch 1,7 Prozent betragen.

Deutlich gestiegen sind die Preise demnach vor allem in der zweiten Jahreshälfte: Im Dezember lag die Teuerung gegenüber dem Vorjahresmonat bei 2,8 Prozent, im November hatte sie sogar 3,1 Prozent betragen.

Preistreiber war laut Statistischem Bundesamt insbesondere Energie, für die Verbraucher 2007 im Schnitt 3,9 Prozent mehr zahlen mussten. Auch Nahrungsmittel wurden deutlich teurer. Sie verteuerten sich im Jahresdurchschnitt 2007 um 3,1 Prozent. Zusätzlich stieg die Inflation durch die Einführung von Studiengebühren in einigen Bundesländern.
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